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Rückblick: Die DGS auf der Demo „Ausbauen statt Ausbremsen“ Oktober 2026 in Berlin

Am 9. Oktober 2026 haben nach Angaben des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE) rund 8.000 Menschen im Berliner Regierungsviertel für einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien und gegen die aktuellen Pläne zur EEG Novelle und zum Netzanschlusspaket demonstriert.

Demonstrierende mit Plakaten auf der Reichstagswiese während der Demonstration „Ausbauen statt Ausbremsen“. [Foto: Wencke Bagger]

Das Wichtigste in Kürze

  • Was: Großdemonstration „Erneuerbare Energien – Ausbauen statt Ausbremsen!“
  • Wann und wo: 9. Oktober 2026, Berliner Regierungsviertel
  • Teilnehmende: rund 8.000 Menschen (Angabe BEE)
  • Bündnis: rund 300 Organisationen, darunter Fachverbände, Unternehmen, Umweltorganisationen, Campact und die DGS
  • Anlass: Der Bundestag berät gerade die EEG-Novelle und das Netzanschlusspaket. Das Bündnis hält die Entwürfe für unzureichend.
  • Neu: Kurz vor der Demo hat das BMWE sein Referat für Wind-, Solar- und Transformationsindustrien aufgelöst.

Eine Branche, eine Botschaft

Auf der Demo zeigte sich, wie breit die Unterstützung für die Erneuerbaren ist. Wind, Solar, Biogas, Wärmepumpe, Bürgerenergie, Kommunen, Landwirtschaft, Gewerkschaft, Wissenschaft und Umweltverbände standen gemeinsam auf der Straße. Die Branche tritt geschlossen auf.

Moderiert haben Dr. Christine Falken-Großer, Hauptgeschäftsführerin des BEE und Viviane Raddatz, Geschäftsführerin Netzwerk & Gesellschaft Klima-Allianz. Auf der Bühne sprachen:

  • Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbands WindEnergie (BWE)
  • Jörg Ebel, Präsident des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar)
  • Thomas Karle, Präsident des Fachverbands Biogas
  • Christian Porsch, Bürgermeister von Speichersdorf und Sprecher des Appells „Zusammen erfolgreich erneuerbar“
  • Daniel Friedrich, Bezirksleiter IG Metall Küste
  • Prof. Volker Quaschning, HTW Berlin
  • Christoph Bautz, Campact
  • Jörg-Andreas Krüger, Präsident des NABU
  • Henning Lorang, KLE-Energie
  • Henning Kruse, Kruse Milch & Energie

Die Redner:innen setzten sich für sichere Arbeitsplätze, niedrigere Strompreise, kommunale Wertschöpfung und Energieunabhängigkeit ein. Die gemeinsame Forderung des Bündnisses: Der Bundestag soll die Entwürfe für Planungssicherheit, Netzausbau und Speicherkapazitäten nachbessern.

Vertreter:innen der DGS kurz vor der Demo in Berlin. [Foto: Wencke Bagger]

Warum die Auflösung des BMWE-Referats ein falsches Signal ist

Wie der BEE am 7. Oktober 2026 mitteilte, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) sein Referat für Wind-, Solar- und Transformationsindustrien zum 2. Oktober aufgelöst. BEE, BWE und BSW-Solar kritisieren dies als Entscheidung „zur absoluten Unzeit“. Nach Angaben der Verbände arbeiten mehr als 436.000 Menschen in der Erneuerbaren-Branche, und die Debatte um EEG und Netzpaket bremst schon seit Monaten Investitionen.

Die DGS teilt diese Kritik. Mitten in einem Gesetzgebungsverfahren, das über die Zukunft von Photovoltaik und Windkraft in Deutschland entscheidet, baut das Ministerium die zuständige Fachstruktur ab. Für Handwerk, Hersteller und Bürgerenergie ist das ein weiteres Zeichen fehlenden Rückhalts. Deshalb war es umso wichtiger, in Berlin Gesicht zu zeigen.

Das BMWE begründete die Referatsauflösung u.a. mit personellen Einsparverpflichtungen des BMF.

„Eine Zukunftsbranche auszubremsen, während sie global wächst, ist keine Strategie – es ist ein industriepolitischer Fehler mit Ansage.“
– Frank Späte, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS)

Vertreter:innen der DGS mit eigenen Plakaten zwischen Demonstrierenden für den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Berliner Regierungsviertel. [Foto: Wencke Bagger]

Was die Entwürfe konkret bedeuten

Was sich durch die EEG-Novelle und das Netzpaket für Hausbesitzer:innen, Mieter:innen, Energiegenossenschaften und das Handwerk ändern würde, ist in unserem Beitrag „Was EEG-Novelle und Netzpaket für die Energiewende vor Ort bedeuten“ ausführlich erklärt. Dort stehen auch die Kritikpunkte der DGS, etwa die Abschaffung der festen Einspeisevergütung bis 25 kWp und die Direktvermarktungspflicht für kleine Anlagen.

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