Eine Zusammenstellung von Jörg Sutter

Manchmal ist es sinnvoll, sich im Internet nach hilfreichen Websites oder Anwendungen umzusehen, die einem den Alltag erleichtern können. Das gilt auch im Bereich der Solarenergie, deshalb haben wir hier an dieser Stelle einige (teils recht neue) Informationsquellen und Hilfs-Websites zusammengestellt. Die Auswahl ist selbstverständlich subjektiv, eine Gewähr für Qualität der Inhalte kann von uns natürlich nicht übernommen werden.
Infoseite Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV)
Diese Infoseite des 1000 GW Institutes informiert über die Projektumsetzung der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV). Abläufe, Umfragen und Hilfestellungen aller Art zu dieser Projektform sind hier erläutert oder verlinkt, weiter unten auf der Seite findet sich eine interessante Tabelle: Dort sind GGV-Projekte aufgelistet, die bereits realisiert wurden oder sich aktuell in der Umsetzung befinden.
Neben Projektname und Gebäudetyp sind hier auch die Dienstleister der Umsetzung sowie die Verteilnetzbetreiber aufgeführt, in deren Netzgebiet das Projekt beheimatet ist. Wer also ein GGV-Projekt starten möchte, kann hier zu Umsetzern in seiner Region Kontakt aufnehmen und von der Umsetzungserfahrung bereits realisierter Projekte profitieren.
Tool zur Standortsuche
Egal ob ein Wind-, Batterie- oder ein Solarpark-Projekt umgesetzt werden soll: Am Anfang steht die Suche nach einem geeigneten Standort. Doch wenn man eine passende Fläche im Auge hat, müssen viele Fragen geklärt werden: Wo liegt der nächste denkbare Netzanschluss? Liegt die Fläche in einem Natur- oder Landschaftsschutzgebiet? Liegt die Fläche im Innen- oder Außenbereich? Gibt es Vorgaben zur Flächennutzung oder zu Abständen, die eingehalten werden müssen?
Hier kann dieses Online-Tool viel Arbeit sparen, denn in diesem Geosystem sind seit Mai verschiedene Ebenen als Kartenmaterial sichtbar übereinandergelegt (siehe Bild oben).
Neben Schutzgebieten und EEG-förderfähigen Bereichen (z.B. entlang Bahn und Autobahnwegen) sind auch Siedlungsflächen, Regionalpläne bis hin zu Überschwemmungsgebieten sichtbar und können ein- und ausgeblendet werden.
Die Seite ist extrem aufgeräumt, übersichtlich und leicht zu bedienen.
Zusatzerlöse für Batteriespeicher
Dieses Online-Tool kann die Frage beantworten, ob sich ein Batteriespeicher an einer PV-Anlage lohnen kann. Ein Batteriespeicher ist „co-located“, wenn er direkt zum Beispiel am Standort einer PV-Anlage aufgebaut wird. Durch Überbauung eines Netzanschlusses (Nutzung der Netzleistung für PV und Speicher) und die aktuellen Strompreis-Entwicklungen untertags können die Erlöse aus dem Stromverkauf eines Solarparks mit Hilfe einer Batterie gesteigert werden.
Mit Hilfe des neuen BESS-co-location-Index können nun für verschiedene Speicherarten (Grünstrom, Graustrom oder gemischt genutzte Speicher) anhand konkreter historischer Marktpreise die möglichen Erlöse kalkuliert werden. Das kann für PV-Betreiber und Projektentwickler spannend sein, aber auch für Investoren, die ein vorliegendes Projektangebot auf Plausibilität der Zahlenwerke prüfen möchten.

Jobplattform für Erneuerbare Energien mit KI
Eine neue Art der Plattform für Jobvermittlung hat diese Online-Plattform zu bieten: Spezialisiert auf die Themen Erneuerbare Energien und GreenTech werden hier nicht nur Bewerber und Angebote in den Qualifikationen abgeglichen, sondern über spezielle Verfahren wird auch analysiert, welche Bewerber mit Qualifikation plus spezieller Weiterbildung für entsprechende Tätigkeiten in der Zukunft geeignet sind (Hire and upskill), hier kommt die KI zum Einsatz. Das bedeutet auch andere Chancen für Quereinsteiger, die auf gängigen Jobportalen nicht erfolgreich sind. Derzeit läuft eine Beta-Phase, in der das System kostenlos genutzt werden kann – für Betriebe und auch Menschen, die auf Jobsuche sind oder sich beruflich verändern möchten. Das System wird in Deutschland gehostet, auch eine API-Schnittstelle (für späteren automatisierten Zugang) ist in Planung.
Über Hinweise zu weiteren interessanten und nützlichen Seiten und Tools freuen wir uns – eine kurze Mail an sutter@dgs.de genügt. Erhalten wir weitere Hinweise, veröffentlichen wir diese gerne in einem weiteren News-Beitrag an dieser Stelle nach der Sommerpause.
