Kann Deutschland vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden, und zwar zuverlässig, bezahlbar und zu jeder Tages- und Jahreszeit?
Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Sonderschau „Renewables 24/7 – Secure Energy for a Changing World“ auf der The smarter E Europe 2026 in München. Vom 23. bis 25. Juni zeigt die Sonderschau anhand konkreter Anwendungen aus Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität, wie ein erneuerbares Energiesystem rund um die Uhr funktionieren kann.
Die Kernbotschaft ist eindeutig: Die Energiewende ist technisch machbar, wirtschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich umsetzbar. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr und ohne fossile Energien. Möglich wird dies durch das intelligente Zusammenspiel von Photovoltaik, Windenergie, Speichern, Netzen, Digitalisierung und Flexibilität. Die Sonderschau setzt damit bewusst ein Gegenbild zu verbreiteten Zweifeln an der Stabilität und Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energiesysteme.
Praxis statt Theorie
Im Mittelpunkt stehen reale Anwendungen und Best-Practice-Beispiele. Besucherinnen und Besucher können in vier Themenwelten eintauchen:
- Industrie,
- Gewerbe,
- Wohnen und
- Mobilität.
Gezeigt wird, wie Stromerzeugung, Speicherung, Flexibilisierung und Digitalisierung ineinandergreifen und zusammenwirken. Dabei werden auch Herausforderungen wie Dunkelflauten, Überschussstrom oder die Integration großer Mengen erneuerbarer Energien thematisiert. Vor allem werden die Lösungen, mit denen Unternehmen, Energieversorger und Verbrauchende diesen Herausforderungen bereits heute begegnen, präsentiert.
Ergänzt wird die Sonderschau durch Fachvorträge, Diskussionen, Live-Demonstrationen und konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Im Fokus stehen unter anderem
- der Ausbau erneuerbarer Energien,
- Speichertechnologien,
- intelligente Netze,
- Prosumer-Modelle und
- die stärkere Nutzung von Flexibilität.
Erneuerbare Energien sind mehr als Klimaschutz
Die Sonderschau betrachtet dabei nicht nur technische Lösungen, sondern auch ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen:
- Erneuerbare Energien senken Energiekosten,
- stärken die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und
- reduzieren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten.
Flexibilität, Speicher und Sektorkopplung werden damit nicht nur zu technischen Bausteinen der Energiewende, sondern auch zu wichtigen Faktoren für Versorgungssicherheit, Wertschöpfung und Resilienz.

Schon vor einigen Jahren hat Frank Späte, heutiger Präsident der DGS, einen Entwurf für die Nutzung von erneuerbaren Energien entwickelt. Von der Erzeugung, über die Verteilung und Speicherung bis hin zu den Verbrauchenden bieten die erneuerbaren Energien die zukunftsfähigste Möglichkeit, Energie zu produzieren, zu speichern und zu nutzen.
Warum die DGS die Sonderschau unterstützt
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie setzt sich seit Jahrzehnten für eine Energieversorgung auf Basis von 100 % Erneuerbaren Energien ein. Gleichzeitig halten sich viele Vorurteile hartnäckig: Erneuerbare Energien seien nicht grundlastfähig, zu volatil oder könnten Versorgungssicherheit nicht gewährleisten.
Genau hier setzt die Sonderschau an. Sie zeigt nicht abstrakte Szenarien, sondern konkrete Beispiele aus der Praxis.
Die Themen der Sonderschau berühren zugleich zentrale Anliegen der DGS. So setzt sich die DGS gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen für bessere Rahmenbedingungen beim Energy Sharing und der gemeinschaftlichen Nutzung erneuerbarer Energien ein. Auch in der aktuellen Debatte um die zukünftige Ausgestaltung des Energiesystems wirbt die DGS für mehr Flexibilität, Speicher, Bürgerenergie und dezentrale Lösungen.
Die Sonderschau macht sichtbar, dass viele dieser Ansätze längst in der Praxis funktionieren und einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren, bezahlbaren und klimafreundlichen Energieversorgung leisten können.
Getragen wird die Initiative von einem breiten Bündnis führender Branchenverbände. Neben der DGS unterstützen unter anderem der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar), der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV), der Fachverband Biogas sowie der VDMA die Sonderschau. Gemeinsam setzen sie ein Zeichen für die technische Machbarkeit und die wirtschaftlichen Chancen einer erneuerbaren Energieversorgung rund um die Uhr.

„Die DGS kämpft seit vielen Jahren für die solare Energiewende hin zu 100 Prozent Versorgung mit Erneuerbaren. Die Einsicht und das Bewusstsein dafür sind deutlich gestiegen, aber es gibt immer noch viele, die den Erneuerbaren eine 24/7-Versorgung nicht zutrauen. Daher ist es wichtig, gerade anhand von praktischen Beispielen deutlich zu machen: Das funktioniert, ohne dass die Welt zusammenbricht. Deswegen unterstützen wir die Sonderschau „Renewables 24/7″ sehr gerne.“
– Frank Späte, Präsident Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
Für die DGS gehören Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft zusammen. Erneuerbare Energien stärken die Unabhängigkeit von fossilen Importen und machen Deutschland langfristig resilienter gegenüber geopolitischen Krisen.
Auch personell ist die DGS vertreten: Berit Müller, ehemalige Geschäftsführerin der DGS Berlin-Brandenburg, moderiert am 25. Juni die Session „Best Cases“, in der konkrete Praxisbeispiele für eine erneuerbare Energieversorgung rund um die Uhr vorgestellt werden.
Die neue Energiewelt ist bereits da
Die Sonderschau macht deutlich, dass die entscheidenden Technologien längst verfügbar sind. Speicher, intelligente Energiemanagementsysteme, flexible Verbrauchende, digitale Netze und sektorübergreifende Anwendungen ermöglichen schon heute ein stabiles und wirtschaftliches Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien.
Die Frage ist daher nicht mehr, ob die Energiewende technisch funktioniert. Die entscheidende Frage lautet: Wie schnell schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit diese Lösungen flächendeckend zum Einsatz kommen?
Besuchen Sie uns am Stand A4.660 und diskutieren Sie mit uns über Lösungen und Ansätze. Wir freuen uns!
Übrigens: DGS-Mitglieder erhalten kostenfreien Eintritt auf die Messe.

