
Am 17.04.2026 hat der Deutsche Bundestag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD das von der Bundesregierung eingebrachte „Gesetz zur Förderung klimaneutraler Mobilität“ mit leichten Änderungen beschlossen. Die damit verbundenen Fördermaßnahmen gelten rückwirkend ab 1. Januar 2026.
Hierzu bezieht die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie wie folgt Stellung.
Keine finanzielle Förderung von Plug-in-Hybriden
Nach Plänen der deutschen Bundesregierung soll es bei der jetzt anlaufenden, neuen staatlichen Förderung von E-Autos auch finanzielle Mittel für den Kauf von Plug-in-Hybriden (PHEV) geben.
Dabei zeigen Untersuchungen von renommierten Institutionen wie u.a. dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI oder Transport and Environment, dass der Energieverbrauch und die damit einher gehenden Klimagas-Emissionen bei Plug-in-Hybriden im Realbetrieb um ein mehrfaches höher sind als in den Typgenehmigungsverfahren oder gar in der öffentlichen Wahrnehmung.
Denn im Alltag werden die PHEV zumeist nicht per Stromkabel geladen, sondern überwiegend als Verbrenner gefahren.
Damit fördert die Bundesregierung sehenden Auges letztlich ein klimaschädliches Fahrzeugkonzept. Das „Gesetz zur Förderung klimaneutraler Mobilität“ wird so seinem eigenen Namen nicht gerecht.
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie lehnt klimaschädliche Subventionen grundsätzlich ab. Angesichts der zunehmenden Klimakrise sollten solche Subventionen schnellstmöglich abgebaut und nicht noch neue hinzugefügt werden. Das betrifft natürlich auch den Verkehrssektor.
Dazu Dr. Götz Warnke, Vorsitzender des DGS-Fachausschusses Nachhaltige Mobilität: „Der Plug-in-Hybrid ist keine Brückentechnologie in eine emissionsfreie Zukunft. Er ist vielmehr eine Krückentechnologie, mit der wirtschaftlich und
politisch interessierte Kreise die verschwenderische und überholte Verbrenner-Technologie in die 2040er Jahre hinüberretten wollen.“
Wenn es der Politik um eine emissionsfreie Mobilität geht, so bieten sich Förderungen von Leichtfahrzeugen oder der Umrüstung von Verbrennern auf E-Mobilität an.
Kontaktdaten
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