
Für den Ausbau und die Entwicklung von Technologien für Erneuerbare Energien werden mineralische Rohstoffe benötigt. Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) in der BGR hat in dem Kurzbericht „Mineralische Rohstoffe für die Energiewende“ (Commodity TopNews, Ausgabe 50) Fakten zum spezifischen Rohstoffbedarf für Erneuerbare-Energietechnologien sowie den damit verbundenen Herausforderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten zusammengestellt.
Für die Umgestaltung des deutschen Energieversorgungssystems müssen bereits vorhandene Erneuerbare-Energietechnologien, wie beispielsweise Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie, ausgebaut werden. Darüber hinaus können weitere Technologien wie solarthermische Kraftwerke zukünftig für den Strommix in Deutschland relevant werden. Parallel werden auch die hierfür benötigten Infrastrukturtechnologien zur Speicherung und Verteilung von Strom, Wärme und Kraftstoffen an Bedeutung zunehmen.
Der Ausbau der Erneuerbaren-Energietechnologien kann insbesondere die Situation bei Rohstoffen mit kleinen Märkten, wie z. B. Indium, Gallium, Tellur und schwere Seltene Erden, beeinflussen. So lagen z. B. die Weltproduktion von Indium im Jahr 2013 bei 790 t und der Bedarf nur für Dünnschichtsolarzellen bei bis zu 103 t. Die Produktion von Indium ist stark konzentriert, über 50 % stammen aus China. Von dem Metall Tellur werden jährlich 500–600 t produziert, etwa die Hälfte davon geht in die Herstellung von Dünnschichtmodulen. Der prognostizierte erhöhte Bedarf von spezifischen Rohstoffen für diese Technologien und die hohe Angebotskonzentration auf wenige Produktionsländer können bei vielen dieser Rohstoffe zu erhöhten Lieferrisiken führen, so ein Fazit des Kurzberichts.
