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DGS-News

Ergebnisse der Branchenbefragung zu PV-Anlagenzertifikaten

Brachenumfrage

Antworten auf die Frage: Können diese Kosten die Wirtschaftlichkeit in Frage stellen?

Zu langwierig und zu teuer – technischer Nutzen fragwürdig und ein Bürokratiemonster: Die Antworten zu den 7 Fragen der DGS-Branchenbefragung spiegeln ein verheerendes Bild des Zertifizierungsprozesses von PV-Anlagen in der Mittelspannung im Leistungssegment von 135 bis 950 kW wieder. Wie groß der Druck in der Branche ist, zeigt auch die starke Beteiligung bei der Befragung, die erst kurz vor Ostern startet. Über 100 planende und installierende Firmen haben sich beteiligt und viele qualifizierte Antworten gegeben.

Gestützt werden diese Ergebnisse durch die BSW-Marktzahlen seit 2018. Diese zeigen eindeutig, dass seit der Zertifikatspflicht in diesem Segment kaum noch PV-Anlagen gebaut werden. Die Branche hat zudem viele Hinweise wie der Prozess, ohne Abstriche bei der Netzsicherheit vereinfacht und verschlangt werden kann. Bisher hat der FNN, der die Verantwortung für die technischen Netzanschlussregeln trägt, sich geweigert Fachexperten aus dem PV-Branche sowie von den Interessensverbänden ausreichend bei der Erarbeitung der Regeln zu beteiligen sowie Vorschläge anzunehmen. Die Photovoltaikbranche sieht den diskriminierungsfreien Netzzugang von PV-Anlagen in der Mittelspannung beeinträchtigt und fordert die Bundesnetzagentur zum Handeln auf.

Die Ergebnisse der Branchenumfrage finden Sie hier.

Nachtrag: Nach Redaktionsschluss ist das Eckpunktepapier von BMWK und BNetzA für das Branchengespräch zur Weiterentwicklung des Zertifizierungsverfahrens am nächsten Montag, den 24.04.2023 übermittelt worden:

BMWK und BNetzA Eckpunktepapier

Anmerkungen und Vorschläge gerne an Ralf Haselhuhn rh@dgs-berlin.de