Bericht über den an Reiches Energieministerium übergebenen Bürgerenergie-Akteure-Appell von Heinz Wraneschitz

[Quelle: DGS/BBEn/SFV]
Vertreter:innen der zahlreichen Organisationen und Gruppen, die sich für Bürgerenergie und dezentrale Energiewende einsetzen, haben am Donnerstag, 12. März 2026, ihren von mehr als 440 Akteuren unterzeichneten gemeinsamen Appell zum geplanten „Netzpaket“ an das von Katherina Reiche geführte Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) übergeben. Darin wird “vor gravierenden Folgen für die Energiewende und vor wachsender Unsicherheit für Investitionen in Erneuerbare Energien” (EE) gewarnt.
Unterzeichnet haben den Appell nicht nur Energiegenossenschaften, Bürgerinitiativen, Vereine oder Verbände mit teils mehreren tausend Mitgliedern, sondern auch jede Menge Unternehmen aus der EE-Branche.
Alle zusammen appellieren an die CDU-Ministerin, “den Entwurf des Netzpakets grundlegend zu überarbeiten und gemeinsam mit den Akteuren der Energiewende Lösungen für einen netzdienlichen Ausbau erneuerbarer Energien zu entwickeln”. Denn in dem Entwurf sehen sie “zentrale Grundprinzipien der Energiewende geschwächt, insbesondere den verlässlichen Netzanschluss und den Einspeisevorrang für erneuerbare Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).” Das gefährde die Planungs- und Finanzierungssicherheit für Millionen von Bürger:innen sowie Unternehmen jeder Größenordnung, welche in die Energiewende investieren wollten. Dazu erklärt Prof. (em) Frank Späte, der Präsident der DGS: „Das Netzpaket würde die Energiewende und damit auch einen großen, zukunftsträchtigen Wirtschaftssektor brutal abwürgen.“
Ein ebenfalls gerade bekannt gewordener, ministerieller Entwurf zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sorge zudem für Verunsicherung, heißt es von den Verbänden. „Wenn gleichzeitig neue Hürden für Bürgerenergie entstehen und zentrale Regeln der Energiewende wieder infrage gestellt werden, verlieren viele Akteure das Vertrauen in stabile Rahmenbedingungen. Genau dieses Vertrauen brauchen wir aber, damit weiter in erneuerbare Energien investiert wird und Versorgungssicherheit hergestellt werden kann“, erläutert Harald Uphoff, Vorstand des Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). Der BBEn hat neben der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) und dem Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) den Appell initiiert. Innerhalb weniger Wochen sind dem Hunderte anderer Organisationen und Unternehmen per Unterschrift beigetreten.
Links:
gemeinsame Erklärung und Appel: www.dgs.de/netzpaket-dezentrale-energiewende
Appell als PDF: www.dgs.de/wp-content/uploads/2026/02/Netzpaket-gefaehrdet-dezentrale-Energiewende_gemeinsamer-Apell_260220_FINAL.pdf
Liste der Unterzeichner: https://www.sfv.de/apell-netzpaket#anchor-menu-point-2-3
Dieser Offene Brief wurde zusammen mit dem Appell an Katherina Reiche übergeben: www.dgs.de/wp-content/uploads/2026/03/FINAL_Offener-Brief_Uebergabe_Verbaendeappell_260312-1.pdf
