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<h1>:: Klimawandel: Mehr Schäden als durch zwei Weltkriege </h1>
Der Klimawandel bedroht Wirtschaft und Wachstum. Der Klimawandel kann mehr Schäden verursachen als beide Weltkriege zusammen - dass befürchtet die Studie des früheren Weltbank-Chefvolkswirts Nicholas Stern.
Es drohe eine Weltwirtschaftskrise mit 20 Prozent weniger Wirtschaftsleistung als bisher, wenn die globale Erwärmung um sechs Grad Celsius bis zum Ende des 21. Jahrhunderts steigt. Klimaschutz sei weit preiswerter zu haben als die bisherige Zerstörung des Weltklimas. Ein Prozent des weltweiten Bruttosozialproduktes - 275 Milliarden pro Jahr - würden zur Stabilisierung des Weltklimas ausreichen. Die Folgen des Nichtstuns und könnten hingegen 20 mal teurer werden. Nach Sterns Auffassung müssen die Treibhaus-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 75 Prozent gemessen an heute reduziert werden. Dabei müssten auch Schwellenländer wie Indien und China einen wesentlichen Beitrag leisten. Umweltminister Sigmar Gabriel meint als Reaktion auf die neuen Berechnungen der Erderwärmung: "Wir haben noch 10 bis 15 Jahre Zeit danach ist es zu spät." Die Menschheit verbraucht heute an einem Tag so viel Kohle, Gas und Öl wie die Natur in 500.000 Tagen geschaffen hat. Das ist die Ursache des Klimawandels. Das ist die größte Bedrohung für das Kapital in der Zukunft und für die Menschen sowieso. Dem Kapital wird es zu heiß! Es bekommt allmählich Angst vor Stürmen, Hochwasser, Dürre, Artensterben, Hungersnöten und Flüchtlingsströmen.
Quelle: Franz Alt 2006
Hintergrundinformation LokaleAgenda21
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: Klimaschutz günstiger als Folgen der Treibhausgase
+ 06.04.2006 + Weniger als ein Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung würde es kosten, den Klimawandel zu stoppen.
Das ergaben neue Forschungsergebnisse, die Klimaexperten, Ökonomen und Politiker am vergangenen Donnerstag bei einem internationalen Kongress am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) vorgestellt haben. Schäden durch unterlassenen Klimaschutz könnten dagegen zehn Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, erklärte der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge.
Nur ein sofortiges Handeln könne nach Einschätzung des Behördenchefs den wirtschaftlichen Schaden abwenden. "Es ist auch wirtschaftlich vertretbar, den globalen Ausstoß von Treibhausgasen bis Mitte des Jahrhunderts um 50 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken", sagte Troge. Durch technischen Fortschritt sei das Ziel der EU, die globale Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, relativ kostengünstig realisierbar, bestätigte PIK-Ökonom Ottmar Edenhofer.
"Das Zwei-Grad-Ziel setzt voraus, dass wir gegen Ende des Jahrhunderts eine emissionsfreie Weltwirtschaft erreicht haben", sagte Edenhofer. Die wichtigsten Optionen zur Verminderung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid seien die Senkung des Energieverbrauchs und der Einsatz erneuerbarer Energien. Große Hoffnungen würden beispielsweise in den großflächigen Einsatz von Biomasse gesetzt. Diskutiert würden auch das Einfangen und unterirdische Einlagern von Kohlendioxid und die Rolle der Atomkraft. Beide Möglichkeiten seien aber umstritten, sagte Edenhofer.
"Das Klimaproblem ist außerordentlich dramatisch, dementsprechend sind auch radikale Maßnahmen notwendig", erklärte PIK-Präsident Hans Joachim Schellnhuber. Sollte die Erderwärmung über die zwei Grad hinaus gehen, ginge es nicht mehr um volkswirtschaftliche Schäden, sondern um unbeherrschbare Risiken für das Leben der Menschen. Deshalb sei ein Klimaabkommen wichtig, dass über die Kyoto-Vereinbarung hinausgeht und bei dem nicht nur die Industriestaaten einbezogen werden. Es werde außerdem darauf ankommen, dass der Emissionshandel durch eine gezielte Förderung von Technologien ersetzt werde.
Schellnhuber hofft, dass die Ergebnisse der Konferenz in Potsdam weltweit Einfluss auf die Entscheidungen von Politikern und Wirtschaftsvertretern haben. Er könne bereits eine Veränderung der Haltung einiger Verantwortlicher feststellen. Viele dynamische Unternehmen hätten sich auf die neuen Herausforderungen eingestellt und seien für die Zukunft gut gerüstet.
Quelle:
www.sonnenseite.com
www.greenpeace-magazin.de/ 
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